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Wort des Tages

Umzug

Nicht nur das Layout meines Blogs hat sich geändert, sondern auch die URL. Wer die bisherige Adresse www.asinuscanus.de verlinkt hatte, der landet automatisch hier. Herzlich willkommen! Wer die alte “richtige” Adresse eingibt, der wird sich demnächst wundern, weil es die Seiten auf dem dortigen Server nicht mehr geben wird. Für Irritationen ist also gesorgt. Ich möchte mich schon mal vorsorglich dafür entschuldigen – es sind Kollateralschäden, die sich nicht vermeiden ließen. Der Umzug war aber nötig.

Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung lautet: “Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. Jeder Verkehrsteilnehmer hat jederzeit damit zu rechnen, dass alle anderen Verkehrsteilnehmer Vollidioten sind.” Sich daran immer mal wieder zu zu erinnern, erspart dem Autofahrer viel Verdruss.

Konkret: Der ADAC hat das Blinkverhalten untersucht. Ergebnis: 18 Prozent der Autofahrer biegen ohne zu blinken von einer Kreuzung ab, 40 Prozent verlassen blinkfrei den Kreisverkehr, 45 Prozent blinken beim Wechsel des Fahrstreifens nicht und 35 Prozent lassen Blinker Blinker sein, wenn sie auf der Autobahn die Spur wechseln. Dieser Befund entspricht voll und ganz dem Eindruck, den man täglich im Straßenverkehr gewinnt.

Deshalb jetzt mal ein paar Basisinformationen. In einfachen Sätzen. Damit es auch die in Paragraf 1 Genannten kapieren: In den meisten Autos befindet sich links neben dem Lenkrad ein Hebelchen. Links ist die Seite, auf der sich die Fahrertür befindet. Zieht man es nach oben, blinkt es auf der rechten Seite des Kraftfahrzeugs. Drückt man es nach unten, passiert Entsprechendes auf der linken Seite. Das Blinken zeigt den anderen Verkehrsteilnehmern, wohin man will. Es ist dies – außer der Hupe, welche dem gemeinen Autofahrer aber kein Warn-, sondern Erziehungsinstrument ist – eine der wenigen Möglichkeiten, anderen ein Signal zu geben. Im Verhältnis zur Masse und Geschwindigkeit des Automobils ist das primitiv. Aber viel mehr steht halt nicht zur Verfügung. Deshalb ist es durchaus nicht cool, sondern saudoof, auf das Blinken zu verzichten. Es dient nicht nur der Sicherheit und Gesundheit anderer, sondern bewahrt vielleicht sogar das eigene Leben. Und das ist den meisten Menschen immer noch relativ wichtig.

Nun gibt es eine Reihe von Argumenten, die gegen das Blinken sprechen: Man kann nicht gut blinken und gleichzeitig das Handy ans Ohr halten und am Navi herumfummeln. Das lenkt ab, und eine Hand mindestens sollte schließlich das Lenkrad umfassen. Zweitens braucht der Blinker Strom, damit Sprit, und steigert so den Ausstoß von CO2. Drittens kann man den Standpunkt vertreten, man wisse selbst, wohin man wolle, und alle anderen gehe das nichts an. Viertens fehlte im Straßenverkehr das belebende Überraschungsmoment, wenn alle Teilnehmer Verstand und Blinker einschalteten.

Alles bedenkenswert, doch spricht auch manches für die alte Fahrlehrerregel: Innenspiegel, Außenspiegel, Blinker setzen, Spur wechseln. Bis dies alle kapiert haben, kann es aber noch dauern. Darum gilt vorerst noch die Vollidiotenregelung der Straßenverkehrsordnung.

via Deutschland: Vorerst gilt die Vollidiotenregelung – badische-zeitung.de (Niklas Arnegger).

Stoßseufzer

Zitat aus der Mail eines Freundes, betreffend Stellenbesetzungen an Universitäten: ”Wenn nur alles offen und ehrlich ablaufen würde, wäre die Menschheit menschlich und wissenschaftlich viel weiter.”

Der Mann hat recht.

Häusliche Gewalt

Zeuge (gefragt, ob er seine Frau geschlagen habe): Lassen Sie sich denn von Ihrem Mann verprügeln?

Richterin (empört): Sehe ich so aus? Na also!

Medizynicus

Frisch entdeckt: Medizynicus ist ein wunderbares Weblog über den Medizineralltag in einem kleinen Krankenhaus am Rande des Wahnsinns, genauer gesagt in Bad Dingenskirchen.

Wie meint doch der Autor: ”Das Kreiskrankenhaus Bad Dingenskirchen, seit dreißig Jahren von der Schließung bedroht, was aber vor jeder Kommunalwahl von Politikern aller Parteien unisono vehement abgestritten wird. Am Fußboden führt eine rote Linie – rot wie eine Blutspur – von der Pforte bis zur Notaufnahme. Und dort arbeite ich.”

Schlafes Bruder

Der Schlaf gilt als der kleine Bruder des Todes. Wenn das so ist, dann ist das Einschlafen der kleine Bruder der Agonie. Agonie bedeutet “Todeskampf”; ein dramatisches Wort für etwas, was oft nicht dramatisch abläuft. Im Zustand der Bewußtseinstrübung ist es wohl eher ein langsames, manchmal sehr langsames Hinübergleiten in eine andere Welt. Auch das Einschlafen kann so sein. Man liegt da, Gedanken gehen einem durch den Kopf, anfangs noch fokussiert, aber dann immer ungeordneter. Die Augen fallen zu, gehen wieder auf, der Blick schweift wahllos umher, ohne dass der Kopf bewegt wird, bemerkt Kleinigkeiten, Nebensächlichkeiten, bis die Augen wieder zufallen. Angefangene Gedanken brechen ab oder kreisen, finden keine Richtung mehr. Einfälle, was morgen zu tun sei, vermischen sich wahllos mit Erinnerungen, Bildern, Szenen, Gerüchen, manche davon aus längst vergangenen Zeiten. Der eigene Körper wird schwer, kleinere Missempfindungen mischen sich mit dem Gefühl der langsamen Entfremdung. Das Gehirn sendet noch Befehle aus (“Dreh’ Dich”, “Putz Dir die Nase”, “Leg das Kissen anders hin”), aber der Körper gehorcht nicht mehr. Ein Parallelbewußtsein sagt: “Morgen. Vielleicht” oder “Nicht so wichtig”. Langsam sinkt man in seinem eigenen Körper nach hinten, wie in einer Badewanne mit warmen Wasser, bis die Nacht über einem zusammenschlägt.

BBC News – Last orders for pint glass as we know it?

Nearly 87,000 injuries are caused by glass attacks each year in England and Wales, according to the Home Office. Many more are hurt as a result of accidents. The worrying figures have prompted a redesign of the classic pint glass, with police, facial surgeons, pubs and brewers all voicing concern about the high number of glassings.

The government hopes introducing safer pint glasses, still made of glass, will help reduce injuries. As well as the human cost, it also hopes it will reduce the financial burden of alcohol-related crime, which currently costs the NHS £2.7bn a year. Now, two new prototypes for beer glasses have been unveiled, as part of a programme involving the Design Council. Launched by the Home Office’s Design and Technology Alliance, the aim is to use design to tackle crime. Designers say the new glasses will appeal to drinkers and have the potential to really reduce the number of glass-related injuries.

Wort des Tages

landesprüfungsamttauglich (aus einer E-Mail eines Studenten)

Soziale Kontrolle

Zeuge: Ich wohne in einem kleinen Ort mit 350 Einwohnern. Wenn da was ist, dann kommt nicht die Polizei, dann kommt die ganze Nachbarschaft.

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